Erich Mielke übersieht Beginn der Konterrevolution

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Erich Mielke übersieht Beginn der Konterrevolution

Ausschnitt zum Thema aus Referat vor Leitern der operativen Diensteinheiten zum Thema Ausreise vom 28. April 1989. Zum Power Point-Vortrag bearbeitet von Petra Reichel.

Diensteinheit: Zentrale Informations- und Auswertungsgruppe

Überlieferungsform: Tonband, Spielzeit 48 Minuten, 36. Sekunden

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Entnommen aus der Mediathek der BStU.

http://www.stasi-mediathek.de/medien/referat-erich-mielkes-vor-den-leitern-der-operativen-diensteinheiten-zum-vorgehen-gegen-ausreisewillige/

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats.

https://prkreuznach.wordpress.com/2017/04/21/referat-von-erich-mielke-zum-thema-ausreise-vom-28-april-1989-vor-den-leitern-der-operativen-diensteinheiten

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  • Erich Mielke sieht diejenigen, die in den Kirchen gegen die DDR agiert haben verharmlosend als „Strolche“.
  • Da mögen sich „Strolche“ als Mitläufer angeschlossen haben.
  • Die Führungsriege dieser dann in konterrevolutionäre Handlungen übergehenden Aktionen bekam logistische und finanzielle Hilfe aus der BRD, hauptsächlich von der Partei DIE GRÜNEN.
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Erich Mielke hat eine gute Idee. Er will die in den Kirchen gegen die DDR agierenden in die BRD abschieben. Somit will er ihnen die Show stehlen. Warum hat er nichts gegen die Führungskräfte dieser Aktionen unternommen?

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  • Einerseits sieht Erich Mielke, dass diese Montagsdemos von reaktionären Kirchenkräften organisiert worden sind und dass diese vom Gegner für seinerseitige Propaganda ausgeschlachtet worden sind.

 

  • Andererseits spricht er verharmlosend von „Zusammenrottungen“. Die konterrevolutionäre Stimmung hat bereits rechtschaffende Menschen erreicht. Warum hat Erich Mielke dies nicht wahrgenommen? 

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  • Erich Mielke hat für den Einsatz gesellschaftlicher Kräfte und IM zur Zurückdrängung von Ausreiseersuchen und Unterbindung von „Demonstrativhandlungen“(Demonstrationen)plädiert.

 

  • Er hat nicht wahrgenommen, dass dies zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät gewesen ist. Die Mehrheit der Bevölkerung war bereits konterrevolutionär gestimmt und hat Aktivisten von in der DDR vertretenen Parteien und Organisationen verlacht.

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  • Ein Geheimdienstchef, in der DDR war er zugleich Minister, muss sich auf seine Leute verlassen können.

 

  • Er bekommt nur die Infos, die ihm seine Leute zutragen.

 

  • Erich Mielke war konsequent und gradlinig. Vermutlich war das bei seinen Leuten teilweise nicht der Fall.

 

  • Nur so ist erklärlich, wieso Erich Mielke die Vorboten der Konterrevolution nicht erkannt und verharmlost hat.

entnommen aus der Mediathek der BStU, zum Power Point-Vortrag umgearbeitet von Petra Reichel

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats.

Siehe auch: Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR (Auszug aus der Original-Rede in Schriftform)

Siehe auch: Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR (1989)

Power Point-Vortrag als PDF-Datei zum Download

Bildnachweis:

Erich Mielke(1976) Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg
Bildquelle: https://award.typo3.org/shortlist-award-2016/
Bildquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/TESLA_(Unternehmen)
Bildquelle: Queer.de http://www.queer.de/detail.php?article_id=26873
Bildquelle: bandcamp https://kircheinaktionmusic.bandcamp.com
Aktion in Kirche Bildquelle Bandcamp https://kircheinaktionmusic.bandcamp.com
Bildquelle: Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie 2015 http://wp.unil.ch/sss-congres2015/de/
Bildquelle: Lemo  https://www.hdg.de/lemo/kapitel/deutsche-einheit/friedliche-revolution/montagsdemonstrationen.html
entnommen aus einem Facebook-Eintrag

Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR (Auszug aus der Original-Rede in Schriftform)

Ausschnitt aus Referat vor Leitern der operativen Diensteinheiten zum Thema Ausreise vom 28. April 1989.

Siehe Power Point-Vortag, zusammengestellt von Petra Reichel

Tonbandgerät Bildquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/TESLA_(Unternehmen)

Entnommen aus der Mediathek der BStU.

Mediathek der BStU

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats von Petra Reichel.

Ausschnitt aus der Original-Rede in Schriftform

„Dabei dürfen in keiner Weise die vielfältigen Zusammenhänge zum ungesetzlichen Verlassen der DDR übersehen werden.

In diesem Kreis brauche ich keine näheren Ausführungen dazu machen, dazu zu machen, dass die provokatorischen Angriffe des Gegners gegen die Staatsgrenze der DDR, insbesondere von Westberlin aus unvermindert fortgesetzt werden und zum Teil verstärkt wurden. Euch ist bekannt, dass gegnerische Kräfte bereits seit langem daran interessiert sind, an der Staatsgrenze einen Zustand permanenter Unruhe zu inszenieren. Ich weise auch darauf hin, dass aus dem Kreis von Antragsstellern auf ständige Ausreise bereits jetzt eine hohe Zahl der Grenztäter kommt. Es ist zu erwarten, dass sich diese Tendenz fortsetzt.

Auch die Versuche des, durch die Kontroll-, äh, -punkte, nicht wahr, be-, da zu, de-, durchzubrechen, nicht wahr, Genossen, nimmt zu. Und wenn wir sie festgenommen haben, zum Glück haben wir sie alle verhindert und festgenommen, sind immer Antragssteller gewesen, ja? Stimmt doch? [Aus dem Hintergrund: Ja!] Nich?

In den Jahren achtzig, 87, achtzig [gemeint sind 1987 und 1988] und in den ersten Monaten dieses Jahres haben Angriffe aus dem Inneren auf die Staatsgrenze erheblich zugenommen. Trotz bedeutender Anstrengungen im Innern und der Sicherung der Staatsgrenze gab es einen wesentlichen Anstieg von Grenzdurchbrüchen, darunter zahlreiche spektakuläre Aktionen, die durch hohe Gesellschaftsgefährlichkeit und Risikobereitschaft der Täter gekennzeichnet waren.

Durch eine umfassende Vermarktung in den Medien des Gegners ist der DDR erheblicher politischer Schaden entstanden und die offensive Politik unserer Partei gestört worden. Diese Hetzkampagne wurde im Februar, März dieses Jahres in Zusammenhang mit der völlig gerechtfertigten Anwendung der Schusswaffe durch Angehörige der DDR mit gelungenen und verhinderten ungesetzlichen Grenzübertritten, zum Teil mittels schwerer Technik sowie mit dem Überfliegen der Staatsgrenze zu Westberlin mit einem mit Gas gefüllten Ballon, weiter eskaliert.

Damit in diesem Kreis völlige Klarheit besteht noch ein prinzipieller Hinweis zur Anwendung von Schusswaffen, ich habe ihn ja eingangs gesann, zum Zwecke der Verhinderung von ungesetzlichen Grenzübertritten an der Staatsgrenze der BRD, zu BRD und zu Westberlin, sowie an der Seegrenze. Entsprechend einer Weisung des Ministers für Nationale Verteidigung sind Schusswaffen anzuwenden, wenn das Leben von Sicherungsk-, Grenzssicherungskräften oder anderer Personen, wie zum Beispiel Geiseln, durch Grenzverletzer oder durch bewaffnete Überfälle von Außen bedroht ist und die Gefahr auf keine andere Art und Weise beseitigt werden kann. Die Schusswaffe ist auch anzuwenden zur Verhinderung von Fahnenfluchten.

Und, äh, ich möchte euch auch sagen, aber sie sind doch, auch richtig verhalten war die Sache, als man mit diesem Kras, äh, äh, mit diesen schweren, äh, wat is dat nich [Aus dem Hintergrund, mehrere Stimmen: Kras, Kras], Kras, Kras, LKW so, sind ja streich, großer, schwerer, versuchte, nich wahr, in Potsdam durchzubrechen, dass der Grenzer einen, ein Gre-, einen Warnschuss losgelassen hat, ja auch nich mal von drüben also registriert wurde, das is natürlich also berechtigt, nicht wahr.

Ich sage euch das deshalb, damit keine Unsicherheit eintritt, nich wahr? Viele denken jetzt, und in einem Fall kommt’s mir schon so vor, dass se also nich mehr wussten, was se machen sollten, den letzten Vorgang.

Diese Weisung gilt natürlich auch, Genossen, auch für Angehörige des MfS, die ungesetzliche Grenzübertritte zu vindern haben, zu vin-, verhindern haben. Mit allem Nachdruck fordere ich von den Leitern der zuständigen Diensteinheiten für die strikte Durchsetzung dieser Weisung Sorge zu tragen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch kurz ein Beispiel anführen, ich hatte jetzt schon gewarnt, aber… Vorgestern konnte im Bezirk Potsdam, Glienicker Nordbahn unter Abgabe eines Warnschusses durch Angehörige der Grenztruppen ein gewaltsamer Grenzdurchbruch mittels eines entwendeten LKW, K- Kras-Kipper heißt dit, Kras-Kipper… Kras-Kipper verhindert werden. Hierbei hat sich erneut bestätigt, dass es in bestimmten Situationen, wenn gewaltsame Angriffe auf die Staatsgrenze mittels schwerer Technik oder anderer gefährlicher Mittel erfolgen und damit das Leben von Grenzsicherungskräften gefährdet wird, durchaus unumgänglich sein kann, mit der Abgabe eines Warnschusses darauf zu reagieren und die weitere Tatausführung zu unterbinden.

Ich will überhaupt noch etwas sagen, Genossen. Wenn man schon schießt, dann muss man das so machen, das nicht der Betreffende noch ver-, wegkommt, sondern dann muss er eben dableiben bei uns. Ja, so ist die Sache! Wat is’n dat, siebzig Schuss loszuballern, und der rennt nach drüben, und die machen ne Riesenkampagne. Da ham se recht, Mensch! Wenn er so mies äh, so schießt. Soll’n se ne Kampagne machen, das alles, äh, wie hat der gesagt, Hans Albers? Schei-, Schießer, Scheißer sein… [lacht] Der Film [unverständlich]… Entschuldigt bitte. Kann man ruhig n’bißchen lustig machen, dat is doch klar. Na hör mal zu, Mensch! Das is doch wirklich… manchmal ist doch das…

In diesem Zusammenhang möchte ich noch kurz ein Beispiel anführen, ich hatte jetzt schon gewarnt, aber… Vorgestern konnte im Bezirk Potsdam, Glienicker Nordbahn unter Abgabe eines Warnschusses durch Angehörige der Grenztruppen ein gewaltsamer Grenzdurchbruch mittels eines entwendeten LKW, K- Kras-Kipper heißt dit, Kras-Kipper… Kras-Kipper verhindert werden. Hierbei hat sich erneut bestätigt, dass es in bestimmten Situationen, wenn gewaltsame Angriffe auf die Staatsgrenze mittels schwerer Technik oder anderer gefährlicher Mittel erfolgen und damit das Leben von Grenzsicherungskräften gefährdet wird, durchaus unumgänglich sein kann, mit der Abgabe eines Warnschusses darauf zu reagieren und die weitere Tatausführung zu unterbinden.

Ich will überhaupt noch etwas sagen, Genossen. Wenn man schon schießt, dann muss man das so machen, das nicht der Betreffende noch ver-, wegkommt, sondern dann muss er eben dableiben bei uns. Ja, so ist die Sache! Wat is’n dat, siebzig Schuss loszuballern, und der rennt nach drüben, und die machen ne Riesenkampagne. Da ham se recht, Mensch! Wenn er so mies äh, so schießt. Soll’n se ne Kampagne machen, das alles, äh, wie hat der gesagt, Hans Albers? Schei-, Schießer, Scheißer sein… [lacht] Der Film [unverständlich]… Entschuldigt bitte. Kann man ruhig n’bißchen lustig machen, dat is doch klar. Na hör mal zu, Mensch! Das is doch wirklich… manchmal ist doch das…

Sie haben zu gewährleisten, dass diese Information gründlich ausgewertet wird und die dargestellten Erkenntnisse, Erfahrungen und Schlussfolgerungen, Orientierungen und Aufgabenstellungen entsprechend der konkreten politisch operativen Lage im jeweiligen Verantwortungsbereich zur weiteren Qualifizierung insbesondere der vorbeugenden Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens der DDR genutzt werden. Ich erteile den Leitern der Bezirksverwaltungen den Auftrag, die Ersten Sekretäre der Bezirksleitungen und der jeweiligen Kreisleitungen der SED ständig aktuell darüber zu informieren, welche ungesetzlichen Grenzübertritte verhindert wurden – das sind nämlich Tausende, die verhindert wurden, und bei jedem wird ein riesiges Geschrei gemacht wenn der durchgeht, alles andere wird meistens nicht drüber gesprochen – welche ungesetzlichen Grenzübertritte verhindert wurden und welche Personen bzw. Personenkreise das im jeweiligen Verantwortungsbereich betrifft und welche Ursachen begünstigenden Bedingungen dabei festgestellt wurden.

Insgesamt sind die Anstrengungen zur vorbeugenden Ausschaltung jeglicher Überraschungen an der Staatsgrenze durch geeignete politisch-operative Maßnahmen wesentlich zu erhöhen. Ordnung und Sicherheit an der Staatsgrenze, im Grenzgebiet und grenznahen Raum sind noch straffer durchzusetzen. Insbesondere schwere Technik und andere für jesin, Grenzdurchbrüche geeignete Hilfsmittel müssen noch wirksamer gesichert werden. Durch alle operativen Diensteinheiten sind beabsichtigte Grenzverletzungen aus dem Inneren der DDR rechtzeitiger, vor allem an den Ausgangsorten der Grenzverletzer und bevor diese das Grenzgebiet erreichen bzw. in die Grenzsicherungsanlagen gelangen, bzw. an die Grenzsicherungsanlagen gelangen können, aufzuklären und zu verhindern.

Sie haben zu gewährleisten, dass diese Information gründlich ausgewertet wird und die dargestellten Erkenntnisse, Erfahrungen und Schlussfolgerungen, Orientierungen und Aufgabenstellungen entsprechend der konkreten politisch operativen Lage im jeweiligen Verantwortungsbereich zur weiteren Qualifizierung insbesondere der vorbeugenden Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens der DDR genutzt werden. Ich erteile den Leitern der Bezirksverwaltungen den Auftrag, die Ersten Sekretäre der Bezirksleitungen und der jeweiligen Kreisleitungen der SED ständig aktuell darüber zu informieren, welche ungesetzlichen Grenzübertritte verhindert wurden – das sind nämlich Tausende, die verhindert wurden, und bei jedem wird ein riesiges Geschrei gemacht wenn der durchgeht, alles andere wird meistens nicht drüber gesprochen – welche ungesetzlichen Grenzübertritte verhindert wurden und welche Personen bzw. Personenkreise das im jeweiligen Verantwortungsbereich betrifft und welche Ursachen begünstigenden Bedingungen dabei festgestellt wurden.

Insgesamt sind die Anstrengungen zur vorbeugenden Ausschaltung jeglicher Überraschungen an der Staatsgrenze durch geeignete politisch-operative Maßnahmen wesentlich zu erhöhen. Ordnung und Sicherheit an der Staatsgrenze, im Grenzgebiet und grenznahen Raum sind noch straffer durchzusetzen. Insbesondere schwere Technik und andere für jesin, Grenzdurchbrüche geeignete Hilfsmittel müssen noch wirksamer gesichert werden. Durch alle operativen Diensteinheiten sind beabsichtigte Grenzverletzungen aus dem Inneren der DDR rechtzeitiger, vor allem an den Ausgangsorten der Grenzverletzer und bevor diese das Grenzgebiet erreichen bzw. in die Grenzsicherungsanlagen gelangen, bzw. an die Grenzsicherungsanlagen gelangen können, aufzuklären und zu verhindern.“

 

Anmerkung…

Erich Mielke hat geredet, „wie ihm das Maul gewachsen war“. Ehrlich und ohne Schnörkel im Berliner Dialekt. Kein diplomatisches Drumherum-Gerede, wie wir es sonst aus der Politik kennen. Das wird heute negativ gewertet. Doch seit Donald Trump ist auch undiplomatisches politisches Auftreten salonfähig geworden.

Petra Reichel

Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR (1989)

Dieser Power Point-Vortrag ist nach einem Ausschnitt aus einer großen Rede von Erich Mielke zusammengestellt worden. Dort sagt Erich Mielke seine Meinung zum Thema Staatsgrenze der DDR. Erich Mielke war nicht Chef der Grenztruppen, bzw. unterstanden diese nicht dem MfS. Die Grenztruppen unterstanden dem Verteidigungsministerium, dessen Chef Heinz Keßler(verst.)war.  Der Chef der Grenztruppen der DDR war Klaus-Dieter Baumgarten(verst.).

Die Minister Heinz Keßler und Erich Mielke unterstanden dem Nationalen Verteidigungsrat der DDR und Erich Honecker als dessen Vorsitzenden. Gleichzeitig war dieses Gremium dem Stab der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages unterstellt. Zuletzt war deren Chef der Verräter Michail Gorbatschow.

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Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR (1989)

Ausschnitt aus Referat vor Leitern der operativen Diensteinheiten zum Thema Ausreise vom 28. April 1989. Zum Power Point-Vortrag bearbeitet von Petra Reichel.

Diensteinheit: Zentrale Informations- und Auswertungsgruppe

Überlieferungsform: Tonband, Spielzeit 48 Minuten, 36 Sekunden

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Entnommen aus der Mediathek der BStU.
http://www.stasi-mediathek.de/medien/referat-erich-mielkes-vor-den-leitern-der-operativen-diensteinheiten-zum-vorgehen-gegen-ausreisewillige/

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats.

https://prkreuznach.wordpress.com/2017/04/21/referat-von-erich-mielke-zum-thema-ausreise-vom-28-april-1989-vor-den-leitern-der-operativen-diensteinheiten/

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Vielfältige Zusammenhänge zum illegalen Verlassen der DDR dürfen nicht übersehen werden.

Erich Mielke weist auf folgendes hin:

  • Provokatorische Angriffe auf die Staatsgrenze der DDR, insbesondere von Westberlin aus, werden unvermindert fortgesetzt und zum Teil verstärkt.
  • Gegnerische Kräfte sind seit langem interessiert permanente Unruhe an der Staatsgrenze zu inszenieren. (Das änderte sich nicht bis zur Öffnung der Grenze als Folge der Konterrevolution.)
  • Aus dem Kreis der Antragsteller auf Ständige Ausreise(aus der DDR)kommt eine hohe Zahl der Grenztäter. Es ist zu erwarten, dass sich diese Tendenz fortsetzt.
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Erich Mielke berichtet über:

  • Festnahmen von Grenztätern und dass es sich dabei um Antragsteller auf Ständige Ausreise (aus der DDR) handelt
  • In den Jahren 1987 und 1988 und in den ersten Monaten des Jahres 1989 haben die Angriffe aus dem Inneren(von DDR-Seite aus) auf die Staatsgrenze erheblich zugenommen.
  • Trotz bedeutender Anstrengungen der Vorbeugung, bzw. Abwehr im Inneren und an der Staatsgrenze gab es einen wesentlichen Anstieg von Grenzdurchbrüchen, darunter zahlreiche spektakuläre Fälle, die durch hohe Risikobereitschaft und Gesellschaftsgefährlichkeit(Gefahr für die öffentliche Ordnung) der Täter gekennzeichnet waren.

Trotz BGS-Warnschilder auf der BRD-seite stellt sich eine unvorsichtige Mutter mit Kind unmittelbar an einer DDR-Grenzsäule. Die Säulen befinden sich in der Regel zwischen 2-5m hinter dem eigentlichen DDR-Grenzverlauf. Die beiden Personen befinden sich faktisch auf DDR-Gebiet; in der GT-Dienstsprache handelt es sich bei dieser Situation schon um eine „Grenzverletzung“. Das Foto wird um 1985 durch einen Grenzaufklärer im GR-15 erstellt. Gut zu erkennen ist die Grenzsäulennummer auf der Rückseite der Grenzsäule. Die Säulen selbst trägt häufig als oberen Abschluss einen mittigen Stahlstab, dieser soll Vögel davon abhalten, sich auf den Säulen abzusetzen und so die Säule evtl. zu verschmutzen. Grundsätzliche wird die o.g. Grenzsäulennummer zur Lokalisierung von Vorgängen immer in den Berichten und Fotos als „GS-Nr.“ angegeben. Die links oben abgebildete schwarze Grenzsäulennummertafel ist eine Ersatztafel für Grenzaufklärer bei Ersatzmaßnahmen an beschädigter bzw. entwendeter Kennzeichnungen. ( Privatarchiv d. Verf.)

Bildquelle nebst Bildunterschrift: Kommando Grenztruppen der DDR http://www.grenzkommando.de/die-grenzen-der-ddr-2.html

Provokation an der Staatsgrenze der DDR im Jahre 1989 

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Durch umfassende Vermarktung in den Medien des Gegners ist der DDR ein erheblicher politischer Schaden entstanden.

Diese Hetzkampagne ist im Februar und März 1989 eskaliert in Zusammenhang mit

  • der gerechtfertigten Anwendung der Schusswaffe durch angehörige der DDR-Grenztruppen,
  • gelungenen und verhinderten illegalen Grenzübertritten(zum Teil mit schwerer Technik, wie z.B. mit Gas gefüllten Ballons),

weiter eskaliert.

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Erich Mielke erklärt in wann die Schusswaffe eingesetzt werden muss. Und zwar:

  • Wenn das Leben von Grenzsicherungskräften in Gefahr ist.
  • Wenn das Leben anderer Personen, z.B. Geiseln, in Gefahr ist.
  • Bei Bedrohungen von Außen.
  • Die Gefahr nicht auf andere Art und Weise beseitigt werden kann.
  • Außerdem diente der Einsatz der Schusswaffe auch  der Verhinderung von Fahnenfluchten.
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  • Erich Mielke berichtet von einem versuchten Grenzdurchbruch mittels eines LKWs mit der Bezeichnung „Krazkipper“. In diesem Fall wurde ein Warnschuss abgegeben. Erich Mielke bestätigt, dass dieser Warnschuss berechtigt war.
  • Außerdem berichtet Erich Mielke von Unsicherheiten bei der Anwendung der Schusswaffe und appelliert an die Leiter der zuständigen Diensteinheiten diese Unsicherheiten in den Grenztruppen zu beseitigen.
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  • Erich Mielke mahnt an, die Schusswaffe so anzuwenden, dass der Grenztäter nicht fliehen kann. Also nicht nur eine Salve in die Luft schießen, sondern auch(so traurig es ist) auch auf die Person schießen.
  • Mit makabren Humor verleiht Erich Mielke dieser Aussage Nachdruck. Die Nachwelt greift dies nun begierig auf. Aus einer Auflockerung der Rede wird nun der Kern der Rede(die mehrere Themen umfasst)gemacht. Ungewollt hat Erich Mielke der heutigen antikommunistischen Hetze eine Vorlage geliefert. Außerdem war die Rede nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für einen begrenzten Insiderkreis, gehalten worden.
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  • Erich Mielke erteilt den Bezirksverwaltungen(des MfS) den Auftrag die ersten Sekretäre der Bezirksleitungen der jeweiligen Kreisleitungen der SED ständig aktuell darüber zu informieren, welche ungesetzlichen Grenzübertritte verhindert wurden.
  • Es sind Tausende illegale Grenzübertritte verhindert worden. Darüber ist nicht gesprochen worden. Während bei einem gelungenen Grenzübertritt ein großes Geschrei gemacht worden ist.
  • Erich Mielke gibt den Auftrag zu berichten, welche illegalen Grenzübertritte verhindert worden sind, welche Personen das im jeweiligen Verantwortungsbereich betrifft und welche Ursachen für die begünstigenden Bedingungen dabei festgestellt wurden.
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Erich Mielke mahnt an:

  • Jegliche Überraschungen an der Staatsgrenze müssen ausgeschaltet werden.
  • Ordnung und Sicherheit im Grenzgebiet und grenznahen Raum sind noch straffer durchzusetzen.
  • Schwere Technik u.a. Hilfsmittel, die einem illegalen Grenzübertritt dienen könnten, müssen wirksamer gesichert werden.
  • Alle operativen Diensteinheiten(des MfS) müssen beabsichtigte Grenzverletzungen bereits an den Ausgangsorten der Täter aufklären und verhindern, bevor diese das Grenzgebiet erreichen, bzw. in die Grenzsicherungsanlagen gelangen können.
  • Sie haben zu gewährleisten, dass die gewonnen Erkenntnisse gründlich ausgewertet und entsprechende Konsequenzen gezogen werden.

Power Point-Vortrag als PDF-Datei zum Download (allerdings ohne die Einfügungen des Bildes der leichtsinnigen Mutter und des You Tube-Videos zu den Provokationen an der Staatsgrenze der DDR in Berlin im Jahre 1989, also kurz vor Schluss.)

Ausschnitt aus der Original-Rede von Erich Mielke in schriftlicher Form:

Bitte klicken.

Entnommen aus der Mediathek der BStU. Power Point-Vortrag zusammengestellt von Petra Reichel.

Siehe auch Zusammenfassung der gesamten Rede.

Bildnachweis:

Erich Mielke
Erich Mielke 1976 Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über WikimediaCommons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg
Bildquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/TESLA_(Unternehmen)
Bildquelle: https://award.typo3.org/shortlist-award-2016/
Bildquelle: Gesund im Job – Der Gesundheitsblog http://gesund-bleiben-im-job.de/entspannung/aggressive-menschen-haben-schlechtere-blutgefaesse
Bildquelle: Aktion Mensch, entsprechende Seite nicht auffindbar
Bildquelle: Flucht und Ausreise Diskussionsforum http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3936020&pg=1
Bildquelle: CDU https://www.cdu.de/artikel/fuer-sicherheit-und-ordnung
Bildquelle: Made for minds http://www.dw.com/en/remembering-inner-german-border-victims/a-16161679

Bildquelle : Kommando Grenztruppen der DDR http://www.grenzkommando.de/die-grenzen-der-ddr-2.html
Bildquelle: Fotosearch https://www.fotosearch.es/fotos-imagenes/silueta-un-ejército-soldado-un-ametralladora.html
Kraz-Kipper
Krazkipper Bildquelle: www.baumaschinenbilder.de
http://www.baumaschinenbilder.de/forum/thread.php?threadid=5870&threadview=1&hilight=&hilightuser=0&sid=879869cde7fe0775002c105b724404b4&page=2
Medienzirkus
Bildquelle: Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medienzirkus_05.jpg

Verantwortungsvoller Dienst an der Staatsgrenze der DDR

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Verantwortungsvoller Dienst an der Staatsgrenze der DDR

Aus der Rede von Erich Mielke anlässlich der Verleihung eines Ehrenbanners des ZK der SED , 13. Mai 1976

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Entnommen aus dem Sammelband „Sozialismus und Frieden – vom Sinn unseres Kampfes“ Dietz Verlag Berlin 1987

Power Point-Vortrag zusammengestellt von Petra Reichel

Der besseren Lesbarkeit halber, ist auf das Gendern der Sprache verzichtet worden. Es sind stets Männer und Frauen gemeint. Übrigens: In der DDR wurde die Sprache nicht gegendert und jeder wusste, dass stets Männer und Frauen gemeint waren.

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Erich Mielke war beauftragt Grüße und Glückwünsche des Zentralkomitees der SED, des Politbüros der SED und des Ersten Sekretärs der Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, zu übermitteln. Diesen Glückwünschen schloss er sich persönlich und im Namen aller Mitarbeiter des MfS an.

Diese Auszeichnung des Kollektivs(Team) des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn  betrachtete man zugleich als Würdigung des Beitrages, den die Mitarbeiter der Zollverwaltung der DDR insgesamt zur Stärkung und zum zuverlässigen Schutz der DDR, im Kampf gegen die Feinde des Friedens und des Sozialismus leisteten.

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Die Verleihung des Ehrenbanners des Zentralkomitees der SED an die besten Kollektive(Teams) in allen gesellschaftlichen Bereichen war ein Ausdruck der hohen Anerkennung hervorragender Arbeits- und Wettbewerbsergebnisse, welche die

•Arbeiterklasse
•Genossenschaftsbauern
•Sozialistische Intelligenz
•Angehörigen der bewaffneten Organe
•Insbesondere auch die Jugend
 

in Vorbereitung des IX. Parteitages der SED und des XXV. Parteitages der KPdSU erreichten.

•Mit der Erfüllung und teilweisen Überbietung der Planaufgaben
•sowie der zusätzlich eingegangen Verpflichtungen,
•mit vielfältigen schöpferischen Initiativen,
 

brachten die Werktätigen(arbeitenden Menschen) tiefe Befriedigung über die kontinuierliche und erfolgreiche Politik der SED zum Ausdruck.

Anmerkung: Mit dieser Zufriedenheit war es bald vorbei.

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Die Arbeitsleistungen und die breite Volksaussprache zu den Dokumentenentwürfen demonstrierten eindrucksvoll das feste Vertrauen und die enge Verbundenheit zur Partei der Arbeiterklasse.

Anmerkung: Auch damit war es bald vorbei. Die Partei der Arbeiterklasse war immer weniger in der Lage, diese zu vertreten. Arbeiterklasse und Partei entfernten sich immer mehr voneinander. Die Arbeiterklasse machte sich keine Gedanken um eine bessere Vertretung. Sie glaubte das Zurück zur kapitalistischen Gesellschaftsordnung wäre das Heil, ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen der gesellschaftliche Rückschritt mit sich bringt.

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Nach etwas Lobhudelei wurde über die Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen für die Mitarbeiter des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn berichtet.

  • Sie konnten ihren Dienst in einem modernen Gebäude ausüben.
  • Hier wurde auf den Wohnungsmangel eingegangen und berichtet, dass für die Mitarbeiter des Grenzzollamtes bedeutende Verbesserungen erreicht wurden. Trotzdem gab es keine Obdachlosen in der DDR. Eine beachtliche Leistung.
  • Auch die Mangelwirtschaft wurde zugegeben und bemerkt, dass für die Mitarbeiter des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn Verbesserungen erzielt wurden. Dies galt ebenso für Freizeit und Erholung.
  • Den örtlichen Partei- und Staatsorganen(Institutionen) wurde für die diesbezügliche Unterstützung gedankt.
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Danksagung an die Mitarbeiter des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn, insbesondere für die Aufklärung und Bekämpfung der  Feinde des Sozialismus.

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Die zuverlässige Gewährleistung der Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen der DDR in jeder Situation erforderte konsequentes und verantwortungsbewusstes Handeln aller Kräfte.

•Jede Provokation,
•jeder terroristische Anschlag,
•jede Verletzung der Staatsgrenzen der DDR

musste entschieden abgewehrt werden.

Von der Gewährleistung der Sicherheit und Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen der DDR wurde entscheidend die Sicherheit und Ordnung im Inneren der DDR mitbestimmt.

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Mit der Übergabe des Ehrenbannes  verband man die Überzeugung und Erwartung, die diese hohe Auszeichnung

  • für das Kollektiv(Team)
  • für jeden Mitarbeiter des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn

ganz gleich wo er seine Pflicht zu erfüllen hatte, Ansporn und Verpflichtung war,

  • alle Kräfte zu mobilisieren,
  • stets initiativreich zu handeln,
  • mit fachlichem Können alle Aufgaben zu bewältigen.
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Auf Beschluss des Politbüros und des Zentralkomitees der SED übereichte Erich Mielke in Anerkennung hervorragender Leistungen zu Ehren des IX. Parteitages der SED dem Kollektiv(Team) des Grenzzollamtes Marienborn/Autobahn der Zollverwaltung der DDR ein Ehrenbanner des Zentralkomitees der SED.

Power Point-Vortrag als PDF-Datei zum Download

Original-Text von Erich Mielke

Sammelband

Bildnachweise

Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über WikimediaCommons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg
Bildquelle: https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/neuer-zoll-ist-bereit-fuer-autos-aber-noch-nicht-fuer-trams
Bildquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands
Bildquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Parteitag_der_SED
Bildquelle: http://www.wissen.de/phaenomen-zweisprachigkeit
Bildquelle: http://www.freedom-on2wheels.com/index.php/uruguay
Original-Bild
Bearbeitetes Bild
Bildquelle Original-Bild: Croin Cards https://www.cronincards.com/congratulations-postcard-stellar-performance-box-of-50-postcards/  
Bearbeitet von Jochen Lücke
Bildquelle: Depositfotos Arbeitnehmer- Silhouetten https://de.depositphotos.com/10960889/stock-illustration-workers-silhouettes.html
Bildquelle: DW http://www.dw.com/de/die-lobhudelei/a-36554494
Bildquelle: Metal Gear Wiki http://metalgear.wikia.com/wiki/File:Flag_of_East_Germany.svg.png
Bildquelle. Welt N24 https://www.welt.de/kultur/article152603038/Die-spinnen-die-Belgier.html
Bildquelle: Sammelband „Sozialismus und Frieden – vom Sinn unseres Kampfes“ Dietz-Verlag 1987

Kampfziele der Novemberrevolution…

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Die Kampfziele der Novemberrevolution waren in der DDR Wirklichkeit geworden.

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Aus dem Referat von Erich Mielke auf der Festveranstaltung im Ministerium für Staatssicherheit anlässlich des 50. Jahrestages der Novemberrevolution und des 50. Gründungstages der KPD.

05.Dezember 1968

In den Power Point-Vortrag ist die heutige Sicht eingeflossen.

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  • Nach der Befreiung vom Faschismus war der Weg zum Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft geöffnet worden.

  • Das Vermächtnis der revolutionären Kämpfer von 1918 wurde in der DDR  mit Ehren erfüllt.

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  • In der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung nimmt die Novemberrevolution einen hervorragenden Platz ein.

  • Sie war die erste Revolution der deutschen Arbeiterklasse  und die erste große antiimperialistische Volksbewegung in einem hochindustrialisierten Land.

  • Unter Einfluss der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Sowjetrussland und vom Willen beseelt, auch in Deutschland eine entscheidende politische Veränderung herbeizuführen, erhoben sich die Arbeiter und Soldaten zum Kampf gegen den völkermordenden Krieg und gegen die Herrschaft des Kaisers.

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  • Im November des Jahres 1918 wurden die weltverändernden Ideen von Marx und Engels in Deutschland mit Leben erfüllt.

  • Die Herrschaft der Monopolherren, Junker und Militaristen wurde tief erschüttert.

  • Unter Führung der Arbeiterklasse, der Haupttriebkraft der Novemberrevolution, erzwangen die Volksmassen die Beendigung des I. Weltkrieges.

  • Die Monarchie wurde gestürzt.

  • Für den Kampf des Volkes gegen seine Unterdrücker wurden günstigere Bedingungen errungen.

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  • Der Verlauf und die Ergebnisse der Novemberrevolution unterstrichen aber auch mit aller Deutlichkeit die allgemeingültige Erkenntnis des Marxismus-Leninismus, dass die Grundlage jeder Revolution die Frage der Macht ist.

  • Der Heroismus der Arbeiterklasse und die große Opferbereitschaft der Volksmassen allein reichten noch nicht aus, die Todfeinde der Nation, den Imperialismus und Militarismus, zu stürzen und ein friedliches, demokratisches und sozialistisches Deutschland  zu errichten.

  • Mit Hilfe der rechten sozialdemokratischen Führer vermochte das Monopolkapital seine Klassenherrschaft zu behaupten.

  • Die rechten sozialdemokratischen Führer täuschten den Volksmassen vor, Vorkämpfer für Sozialismus und Demokratie und Vertreter der Volksinteressen zu sein. In Wirklichkeit paktierten sie illegal und unter der Flagge von Aufrechterhaltung der Ordnung sogar offiziell mit der Konterrevolution.

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  • Die prinzipielle Klarheit in den Fragen der Macht gehörte zu den besten, von der SED sorgsam bewahrten revolutionären Traditionen.

  • Die SED hatte die Machtfrage als die bestimmende Frage des Klassenkampfes und der neuen Gesellschaft aufgefasst und dementsprechend gehandelt.

  • Mit der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“, die falsche Hoffnungen machte, änderte sich das.

  • In den 1980er Jahren war von der Machtfrage keine Rede mehr. 1989 konnte die Konterrevolution marschieren.

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  • Seinerzeit hatte das Volk der DDR seit der Zerschlagung des Faschismus die Aufgaben, die schon seit 1918 auf der Tagesordnung standen und damals nicht gelöst wurden, voll erfüllt.

  • In einem revolutionären Prozess erfolgte die antifaschistisch-demokratische Umwälzung und die sozialistische Revolution.

  • Die geschichtsbildende Kraft des Volkes wurde in der DDR voll wirksam, weil es von der geeinten Partei der Arbeiterklasse, welche damals vermochte die Arbeiterklasse zu vertreten, geführt wurde und über die Staatsmacht und alle entscheidenden Produktionsmittel verfügte.

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Der Aufbau des Arbeiter- und Bauernstaates war das Ergebnis eines historischen Entwicklungsprozesses, in dem die Werktätigen(arbeitenden Menschen) unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer damals sie vertretenden Partei gelernt hatten, den Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung immer besser Rechnung zu tragen, ihre Macht wirksam zu gebrauchen und sie einzusetzen für die grundlegende Umgestaltung aller gesellschaftlichen Verhältnisse. Diese Entwicklung ist in späteren Jahren, als die SED nicht mehr vermochte die Arbeiterklasse zu vertreten, umgekehrt verlaufen.

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Sowohl bei der Durchführung der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung als auch in der sozialistischen Revolution hatte die SED – die spezifischen Bedingungen in der DDR stets berücksichtigend- die Erfahrungen der Sowjetunion angewandt. Nur auf diesem Wege war es möglich, in der DDR den Sozialismus aufzubauen. Nach dem Tode Stalins wurde diese Entwicklung nicht mehr konsequent fortgesetzt.

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  • Im Gegensatz zur DDR blieben in der BRD die Lehren der Novemberrevolution unberücksichtigt.

  • Im Westen Deutschlands ist es dem deutschen Imperialismus gelungen nach dem zweiten Weltkrieg nicht nur seine Herrschaft zu restaurieren, sondern auch wieder ein solches Maß an Konzentration und Machtfülle zu erreichen, dass das westdeutsche Monopolkapital in seinem Streben um die Vorherrschaft und nach der Veränderung des Status quo in Europa, was 1989 gelungen ist, erneut zu einem Gefahrenherd für den Frieden und die Sicherheit aller Völker Europas geworden ist.

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  • Zunächst wurde in der DDR die marxistisch-leninistische Weisheit beherzigt, dass die sozialistische Staatsmacht eine entscheidende Garantie für den Sieg des Sozialismus und seine in immer stärkeren Maße sichtbar werdende Überlegenheit über das imperialistische System ist.

  • Mit der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ und des immer größer werdenden westlichen Einflusses, ist die sozialistische Staatsmacht immer schwächer geworden, bis diese 1989, ohne Gegenwehr, abgetreten ist.

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Es ist nicht verwunderlich, wenn die Feinde des Sozialismus ihre Angriffe gerade auf die sozialistische Staatsmacht und besonders auf die führende Rolle der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistische Partei konzentrierten.

Sie haben die Diktatur des Proletariats u.a. als

  • antidemokratisch

  • Bürokratie

  • Gewalt

  • Die Errichtung der Arbeiter- und Bauernmacht in Verbindung mit Gewaltanwendung…

verleumdet.

Es wurde dem Monopolkapital die „Freiheit“ genommen, die Arbeiterklasse auszubeuten.

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  • Die Erfahrungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und die bedeutenden Klassenauseinandersetzungen im November 1918 führten zur Gründung einer revolutionären, marxistisch-leninistischen Kampfpartei in Deutschland.

  • Die Gründung der KPD war ein Wendepunkt in der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung.

  • Das auf dem Gründungsparteitag der KPD angenommene Programm begründete den Sturz des deutschen Imperialismus und Militarismus und die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung.

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  • Anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der KPD konnte man damals in der DDR feststellen, dass die Arbeiterklasse seinerzeit eine bewährte und kampferprobte Vorhut besaß.  Es ist nicht gelungen, diese Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben und jüngere politisch Verantwortliche heranzuziehen.

  • Damals gelang es der SED noch Vortrupp der Arbeiterklasse zu sein und die Einheit und Geschlossenheit in ihren Reihen zu festigen. Daran scheiterten alle Versuche des Gegners die Partei zu zersetzen und von den Werktätigen(arbeitende Menschen) zu isolieren. Das in den nachfolgenden Jahren gelungen.

  • Damals scheiterten die Versuche der Imperialisten der BRD und ihrer bürgerlichen Ideologen aller Schattierungen ihr Feuer gegen die marxistisch-leninistische Kampfpartei zu richten. Später hatten sie damit glänzende Erfolge.

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Die SED beschritt neue Wege in der marxistisch-leninistischen Bündnispolitik. Die in der Nationalen Front  vereinten Parteien und gesellschaftlichen Organisationen entwickelten sich unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer Partei zu einer sozialistischen Volksbewegung.  Es wurden bedeutende Ergebnisse des sozialistischen Staatsbewusstseins erreicht. Das änderte sich in späteren Jahren zum Negativen hin.

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  • Die SED hatte die Lehre der Novemberrevolution, dass der Kampf um die Sicherung der Lebensinteressen des eigenen Volkes eine feste und unverbrüchliche Treue zu den Grundsätzen des proletarischen Internationalismus einschließt, in vollem Umfang verwirklicht.

  • Die SED erzog die Arbeiterklasse und alle Werktätigen(arbeitende Menschen) zur internationalen Solidarität und hatte stets Erscheinungsformen des Nationalismus mit äußerster Konsequenz zurückgewiesen.

  • Es gehörte zu den wichtigsten Lehren aus den revolutionären Kämpfen der deutschen Arbeiterbewegung, dass der Platz der Arbeiterklasse an der Seite der Sowjetunion der Platz der Sieger im Kampf der Befreiung der Völker, im Kampf für Frieden, Demokratie und Sozialismus war. Nach dem Tode Stalins bröckelte dies immer mehr. Im Endergebnis hat im Jahre 1989 die Konterrevolution gesiegt.

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Die Feinde des Sozialismus schürten immer mehr den Antisowjetismus,

  • um das sozialistische Lager und die internationale kommunistische Bewegung in ihrem Zentrum zu treffen,

  • um Differenzen zu schüren,

  • die Kräfte des Fortschritts zu schwächen.

 

Damals sah sich die KPdSU und die SED Seite an Seite dem  deutschen Imperialismus gegenüber und in der Lage

  • seine  Machenschaften zu entlarven,

  • gegen abenteuerliche Pläne  und friedensgefährdende Politik zu kämpfen.

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  • Die weitere Stärkung der Einheit und Geschlossenheit der sozialistischen Staatengemeinschaft mit der Sowjetunion an der Spitze wäre der die sicherste Garantie dafür gewesen, dass alle Pläne und Machenschaften der Imperialisten hätten scheitern können.

  • Die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaftsordnung hätte noch überzeugender zum Ausdruck gebracht werden können.

  • Das wäre zugleich die wirkungsvollste Unterstützung der fortschrittlichen Kräfte  in den nichtsozialistischen Ländern gewesen.

  • Doch bekanntlich ist es anders gekommen. Anstatt Stärkung und Einheit ist Schwächung und auseinanderdriften der sozialistischen Staatengemeinschaft Wirklichkeit geworden.

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  • Die Angehörigen des Ministeriums für Staatssicherheit wollten ihr Kampfbündnis insbesondere mit den Tschekisten der Sowjetunion stärken.

  • Dass die Geheimdienste der sozialistischen Länder immer schwächer wurden und ihre Aufgaben nicht mehr zu erfüllen vermochten, war noch nicht erkennbar, denn diese Entwicklung vollzog sich schleichend.

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  • 1968 war man in der DDR noch zuversichtlich und beschwor auch in Zukunft das Vermächtnis der revolutionären Kämpfer von 1918 zu erfüllen.

  • Nun zum 100 Jahre nach der Novemberrevolution werden in der offiziellen Geschichtsschreibung die Ereignisse aus Sicht der bürgerlichen  Kräfte und der Sozialdemokratie dargestellt.

  • Heute spielt die Arbeiterklasse keine politische Rolle mehr. So schweigen sich die offizielle Geschichtsschreibung und heutige politische Verantwortliche über die Rolle der Arbeiterklasse während der Novemberrevolution im Jahre 1918 aus.

Ergänzung: Es gibt eine Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Doch diese gibt die Sicht der heutigen Geschichtsschreibung wieder. 

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Entnommen aus dem Sammelband

Erich Mielke
„Sozialismus und Frieden- vom Sinn unseres Kampfes“

zum Power Point-Vortrag bearbeitet von Petra Reichel

Hierbei ist die heutige Sicht eingeflossen.(November 2018)


Original-Text von Erich Mielke

Erich Mielke, Wählerforum; LPG, 1986

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Aus der Rede von Erich Mielke auf dem Wählerforum in der LPG( LPG= Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) Teuchern, Kreis Hohenmölsen

04.Juni 1986

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Entnommen aus dem Sammelband:

„Sozialismus und Frieden- vom Sinn unseres Kampfes“

Ausgewählte Reden und Aufsätze von Erich Mielke

Bearbeitet und zum Power Point-Vortrag zusammengestellt von

Petra Reichel

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Erich Mielke als Kandidat für die Wahl zur Volkskammer

4. Juni 1986

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  • Erich Mielke  dankt für Empfang  und berichtet über folgende Eindrücke:
  • interessante Gespräche an den Arbeitsplätzen
  • stolz auf das Erreichte 
  • hohes Verantwortungsbewusstsein und Engagement für die Arbeit, die Genossenschaft, das Leben in den Dörfern, im Kreis und für das Geschehen im ganzen Land.
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Alle Gedanken, Meinungen und Fragen der Gesprächspartner von Erich Mielke künden von:

  • Dem Wissen um die neuen, noch ungelösten Aufgaben(die man sich damals nicht aussuchen konnte) und vom festen Willen, sie durch gemeinsame Anstrengungen zu erfolgreich zu meistern.
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Erich Mielke konnte sich davon überzeugen:

  • Die Beschlüsse des XI Parteitages der SED, die Fortsetzung der Politik der Partei zum Wohle des Volkes und für den Frieden haben auch hier breiteZustimmung gefunden.
  • Die Umsetzung dieser Beschlüsse lag im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der DDR.
  • Dies war zur gemeinsamen Sache aller mit der SED befreundeten Parteien und Massenorganisationen geworden.
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Erich Mielke spricht ausführlich über die Arbeit  dieser LPG

Anmerkung: Die Menschen in der DDR hatten es satt, dass in den Medien und auf Kundgebungen stets über die Arbeit gesprochen wurde. Oft hatte das Propagierte wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Das machte die Menschen unzufrieden und reif für die Konterrevolution.

•Es wird auf die soziale Sicherheit(Geborgenheit) in der DDR hingewiesen und appelliert für die Kandidaten der Nationalen Front zu stimmen, damit das beibehalten wird.
 

Anmerkung: Die soziale Sicherheit und Geborgenheit wurde als Selbstverständlichkeit angesehen. Die Menschen glaubten diese auch nach der Konterrevolution behalten zu können. Da haben sie sich aber geirrt.

•In der Rede folgt nochmal eine Passage über die Arbeit in dieser LPG. Erich Mielke schaute optimistisch in die Zukunft. Er war voller Zuversicht, dass die Arbeitsaufgaben bis 1990 und sogar bis zum Jahr 2000 erfolgreich gelöst würden.  Bekanntlich hat er sich da geirrt.
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  • Erich Mielke betont, dass das Wichtigste der Frieden ist. Er verweist auf den Bruderbund mit den anderen sozialistischen Staaten. Er hat nicht bemerkt, dass dieser seinerzeit bereits bröckelte.
  • Außerdem berichtet Erich Mielke über die Teilnahme von Michail Gorbatschow am XI. Parteitag der SED und  glaubt noch den betrügerischen Worten Gorbatschows: „Wir waren treue Freunde und Verbündete der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der Deutschen Demokratischen Republik, und wir bleiben es für alle Zeiten.“ – Protokoll der Verhandlungen des XI. Parteitages der SED im Palast der Republik in Berlin, 17. Bis 21. April 196, S. 153.
 

Anmerkung: Später hat Gorbatschow die DDR an Kohl verkauft.  Dass Erich Mielke als Geheimdienstchef davon keine Kenntnis hatte, ist unverständlich. Dieser Blick in die Geschichte zeigt, dass es für Geheimdienste doch Sinn macht, auch Freunde auszuhorchen. Das müssen wir uns vor Augen führen, wenn sich über das Abhören von Merkels Handy durch die NSA empört wird.

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Erich Mielke appelliert nochmal für die Kandidaten der Nationalen Front zu stimmen, um sich zur Friedenspolitik der DDR zu bekennen.

  • •Er erklärt, dass Frieden und Sozialismus zusammengehören und im Sozialismus niemand an Rüstung und Krieg verdient.
  • Die Friedenspolitik der DDR wird erläutert.
  • Es erfolgt ein Verweis auf die geplanten Rüstungsreduzierungen der UdSSR und eine entsprechende Ankündigung Michail Gorbatschows. Nun ja, dass Michail Gorbatschow die Abschaffung des Sozialismus meinte, ahnte Erich Mielke seinerzeit nicht.
  • Die Bedrohung durch weitere Aufrüstung seitens der USA u.a. NATO-Staaten unter der Federführung von Ronald Reagan wird erläutert.
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In der DDR war gab des den Spruch vom Arbeitsplatz als Kampfplatz für den Frieden. Dies erläutert Erich Mielke.

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Erich Mielke spricht über die Gefahren für den Sozialismus.

  • Er erklärt, dass das Ministerium für Staatssicherheit diese Gefahren bannt und die Macht der Arbeiter und Bauern zuverlässig schützt.
  • Dabei wird auf vorbeugendes Handeln und die enge Zusammenarbeit mit den Werktätigen verwiesen. 

Anmerkung: Mit der Zusammenarbeit des MfS mit den Werktätigen war es, zumindest in den letzten Jahren der DDR, nicht weit her. In der Bevölkerung wurde sich über  die „Stasi“ lustig gemacht oder gar  verachtet. Wie weit der westliche Einfluss Fuß gefasst hatte, wurde von den Verantwortlichen nicht mehr realisiert.

•Auf das Wirken der Kundschafterinnen und Kundschafter wird hingewiesen.
 

Anmerkung: Die Kundschafterinnen und Kundschafter, die noch 1989/90 in der BRD aktiv waren, sind nach der Konterrevolution enttarnt worden. Das MfS war nicht in der Lage sie zu schützen und sie wurden oft von ihren ehemaligen Vorgesetzen verraten. Diese Kundschafterinnen und Kundschafter wurden zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

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Die Rechnung ist nicht aufgegangen

  • Schade, dass aus der Bevölkerung in der Regel nur Denunzianten mit dem MfS zusammengearbeitet hatten.
  • Da der westliche Einfluss sehr groß war, machten sich die meisten Menschen keine Gedanken um den Schutz der DDR.
  • Viele sind erst zu spät aufgewacht. Leider laufen heute viele wieder den falschen Heilversprechern hinterher und tendieren nach Rechts.
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  • Erich Mielke spricht über Ordnung und Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Außerdem appelliert er, dass keine Lebensmittel verschwendet werden.
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Folgendes bürgerschaftliches, bzw. ehrenamtliches Engagement wird von Erich Mielke erläutert:

  • Abgeordnete oder Mitglieder in einem Ausschuss der Nationalen Front
  • Schöffen
  • Elternvertreter
  • ABI-Mitglieder(ABI- Arbeiter- und Bauerninspektion, hatte ähnliche Aufgaben, wie heute die Gewerbeaufsichtsämter)
  • Mitglieder einer Konfliktkommission(außergerichtliche juristische  Instanz, besetzt von Laien)
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Auch im Kreis Hohenmölsen wirkten viele Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von sozialer Herkunft, Weltanschauung und Religion, an der Lösung staatlicher wie öffentlicher Angelegenheiten mit.

Allein in der LPG, die Erich Mielke besuchte, waren 36 Abgeordnete und Nachfolgekandidaten gewählte Volksvertreter in den örtlichen Institutionen und Parlamenten der Städte und Gemeinden des dortigen Einzugsgebietes. Weitere LPG-Mitglieder waren als gewählte Abgeordnete des Kreistages tätig. Die meisten von Ihnen waren Genossenschaftsbauern.

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Erich Mielke erläutert, dass es in der großen Politik und auch in den Alltagsangelegenheiten vor Ort nur dann vorrangeht, wenn alle mitdenken und mitarbeiten. Auch dass offene Worte gesprochen werden müssen, wenn es Probleme gibt, mahnt Erich Mielke an.

Anmerkung: Das führte zu einigen Erfolgen, die auch von Erich Mielke in seiner Rede benannt werden. Allerdings ließ dieses Interesse in den letzten Jahren der DDR nach.  Offene Worte gab es nicht mehr. Probleme wurden „unter den Teppich gekehrt“ und es gab nur Erfolgsmeldungen. Das löste Unzufriedenheit und Desinteresse in der Bevölkerung aus. Der westliche Einfluss war immer größer geworden. Die Konterrevolution konnte marschieren.

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Erich Mielke bedauert, dass er aufgrund von Zeitmangel, bzw. seiner vielfältigen Aufgaben, diese LPG nicht öfter besuchen kann. Er versichert aber ihre Probleme und Anliegen zu kennen. Gemeinsam mit den anderen Kandidaten für die(damals neuen) Volksvertretungen wollte er seine ganze Kraft, Wissen und Können auch in Zukunft im Interesse der Bürgerinnen und Bürger für die gemeinsame sozialistische Sache einsetzen.

Anmerkung: Das währte nicht mehr lange. Mit dem Sozialismus und der DDR war es in wenigen Jahren vorbei.

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  • Alle Kandidaten für die Wahl wurden auf demokratische Weise von den Parteien und Massenorganisationen aus der Mitte der Bevölkerung  ausgewählt und vorgeschlagen.
  • Die Kandidaten hatten in den letzten Wochen vor der Wahl in den Arbeitskollektiven(Kollegenkreis, Teams) und Wohngebieten ausführlich Rede und Antwort gestanden.
  • Die sorgfältige Prüfung durch die Bürgerinnen und Bürger hatte ergeben: Es waren Menschen die Engagement zeigten. Es waren Menschen, welche die Belange der Bürgerinnen und Bürger gut kennen und sich gewissenhaft für die konstruktive Klärung ihrer berechtigten Anliegen einsetzten.
  • Den Wahlkampf in Form von „Waschpulverwerbung“, wie in bürgerlichen Staaten üblich, gab es in der DDR nicht.
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Im Schlusswort betont Erich Mielke den Stolz auf das Vollbrachte und das Bewusstsein der Kräfte und Möglichkeiten gemeinsam imstande zu sein die Aufgaben zu lösen, die auf politischem, ökonomischen und kulturellen Gebiet bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft zu bewältigen.

Optimistisch meinte Erich Mielke, dass man gemeinsam den Anforderungen der Zeit gerecht werden könne. Dieses Ziel hatte man bekanntlich verfehlt.

Am Ende der Aufruf die Kandidaten der Nationalen Front zu wählen und so dem Wahlaufruf  des Nationalrates der Nationalen Front der DDR  zuzustimmen.

Bei der Wahl wurde sich gleichzeitig mit der Stimme und Taten für die Verwirklichung der Beschlüsse des XI. Parteitages der SED bekannt.

Schlusssatz der Rede:

„Ausgerüstet mit dem Reichtum dieser Beschlüsse – alles für das Wohl des Volkes und den Frieden!“

Anmerkung: Wie wir wissen, ist dann alles ganz anders gekommen.


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Original-Text von Erich Mielke

Sammelband

Bildnachweise:

Erich Mielke Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-R0522-177,_Erich_Mielke.jpg
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Bildquelle: Oliver Schumacher  https://www.oliver-schumacher.de/kunden-wollen-loesungen-keine-probleme/
Bildquelle Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_für_Staatssicherheit
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Bildquelle: Freepik http://de.freepik.com/freie-ikonen/spion_717154.htm

Erich Mielke in seinem Wahlkreis

ADN-ZB/Lehmann 28.5.81 Bez. Halle: In seinem Wahlkreis 36 führte der Spitzenkandidat der Volkskammer Erich Mielke (2.v.l.), Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Minister für Staatssicherheit, einen Gedankenaustausch mit Genossenschaftsbauern der ZGE Milchproduktion Nessa, Kreis Höhenmölsen. Hier im Gespräch mit Mitgliedern der Jugendschicht Melkkarusell.
Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-Z0528-028 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,                                                       Bildquelle:   Von Bundesarchiv, Bild 183-Z0528-028 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,

Original-Beschreibung von ADN(Presseagentur der DDR)

Erich Mielke in seinem Wahlkreis 36 ADN-ZB/Lehmann 28.5.81 Bez. Halle: In seinem Wahlkreis 36 führte der Spitzenkandidat der Volkskammer Erich Mielke (2.v.l.), Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Minister für Staatssicherheit, einen Gedankenaustausch mit Genossenschaftsbauern der ZGE Milchproduktion Nessa, Kreis Höhenmölsen. Hier im Gespräch mit Mitgliedern der Jugendschicht Melkkarusell. Abgebildete Personen: Mielke, Erich: Minister für Staatssicherheit, Armeegeneral, Politbüro des Zentralkomitees (ZK) der SED, DDR (GND 118977490) Hans-Joachim Böhme: 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle, Mitglied des ZK der SED (rechts neben Mielke mit Brille)

Entnommen aus Wikipedia 

Siehe auch Beitrag im Schwester-Blog DIE TROMMLER-ARCHIV.

Erich Mielke in seinem Wahlkreis

Original-Beschreibung von ADN(Presseagentur der DDR)

Erich Mielke in seinem Wahlkreis 36 ADN-ZB/Lehmann 28.5.81 Bez. Halle: In seinem Wahlkreis 36 führte der Spitzenkandidat der Volkskammer Erich Mielke (2.v.l.), Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Minister für Staatssicherheit, einen Gedankenaustausch mit Genossenschaftsbauern der ZGE Milchproduktion Nessa, Kreis Höhenmölsen. Hier im Gespräch mit Mitgliedern der Jugendschicht Melkkarusell. Abgebildete Personen: Mielke, Erich: Minister für Staatssicherheit, Armeegeneral, Politbüro des Zentralkomitees (ZK) der SED, DDR (GND 118977490) Hans-Joachim Böhme: 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle, Mitglied des ZK der SED (rechts neben Mielke mit Brille)

Folie steht auch als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

Siehe auch „Rede auf Wählerforum“ und „Wahlkundgebung“